Was wir zu Hause so machen

Fotograf Rasmus Weng Karlsen porträtiert seine Frau Anneliese Hartmann Eskesen und ihre gemeinsame Tochter Eva während der Quarantäne.

Die Welt steht Kopf, und Annelise Hartmann Eskesen, die im neunten Monat schwanger ist, hat alle Hände voll zu tun, ihre zweijährige Tochter zu beschäftigen. Dabei behält sie ihre positive Einstellung, indem sie die Situation so nimmt, wie sie ist, und die Zeit mit der Familie zu Hause möglichst genießt. Die modebewusste Journalistin und ihr Mann, Fotograf Rasmus Weng Karlsen, hatten das Glück, in ihr Ferienhaus in der Nähe von Kopenhagen übersiedeln zu können. Dort haben sie es etwas leichter, eine gewisse Normalität aufrechtzuerhalten, als in der Stadt.

Wir haben die wachsende Familie mit einer Ladung Mode aus den aktuellen H&M-Frühlingskollektionen versorgt und Rasmus gebeten, einen Tag aus ihrem Qurantäneleben zu dokumentieren. Hier seht ihr Annelise und die Zweijährige Eva, die schon sehnsüchtig auf die Geburt ihres kleinen Bruders wartet.

WIE HAT DIE QUARANTÄNE EURER FAMILIENLEBEN VERÄNDERT?
„Es ist schon eine Herausforderung, zu arbeiten und gleichzeitig für unsere Tochter da zu sein. Wir haben es mit einem Stundenplan für die Arbeitstage versucht, aber das war nicht besonders effizient. Ehrlich gesagt war es ziemlich schwierig. Aber seit Kurzem bin ich ja in Mutterschutz, da läuft es etwas besser, denn jetzt kann ich mich voll auf Eva konzentrieren. Der Vorteil an der Situation ist natürlich die Tatsache, dass wir viel mehr Zeit miteinander verbringen, als wir es unter normalen Umständen getan hätten, und gerade jetzt, bevor das neue Baby kommt, tut uns das allen sehr gut.“

WIE BEHÄLTST DU DEINE POSITIVE EINSTELLUNG?
„Ich mache mir eigentlich wenig Gedanken darüber, dass ich mich selbst mit dem Virus anstecken könnte. Viel mehr Sorgen mache ich mir um meinen 93-jährigen Großvater oder meinen Mann, denn mit einer Infektion kann er während der Geburt nicht bei mir sein. Deshalb versuche ich einfach, so vorsichtig wie möglich zu sein, und wasche mir oft die Hände.“

HAST DU TIPPS FÜR ANDERE FRAUEN, DIE IN DIESEN KRISENZEITEN EINE SCHWANGERSCHAFT UND DIE AUFSICHT FÜR EIN KLEINKIND UNTER EINEN HUT KRIEGEN MÜSSEN?
„Macht euch nicht zu viele Sorgen, sondern versucht einfach, die zusätzliche Zeit mit der Familie zu genießen. Am Anfang hat unsere Tochter noch viel von ihrer Kita-Gruppe geredet, aber für sie ist es einfach super, den ganzen Tag beide Eltern um sich zu haben. Sie bekommt viel Aufmerksamkeit und jede Menge Leckereien. Und für uns ist das auch schön.“

WIE BESCHÄFTIGT IHR SIE DEN GANZEN TAG, OHNE KITA ODER VERABREDUNGEN MIT ANDEREN KINDERN?
„Wir lesen ziemlich viele Bücher! Eva kann längeren Texten inzwischen immer besser folgen, und ich habe den Eindruck, dass sich ihre sprachlichen Fähigkeiten in den vergangenen Monaten deutlich weiterentwickelt haben. Wir sind auch viel im Garten, machen Lagerfeuer, spielen draußen und gehen an den Strand. Außerdem haben wir jetzt schon mehrmals pro Woche etwas gebacken, mal besser, mal schlechter. Dafür hätte ich sonst überhaupt keine Zeit. Und wir haben ein paar alte Lieblingsfilme aus unserer Kindheit ausgegraben, vor allem Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf und Michel von Lönneberga.“

WAS WERDET IHR ALS ERSTES TUN, WENN DIE KRISE ÜBERSTANDEN IST?
„Freunde umarmen! Ich möchte meinen Großvater bei sich zu Hause besuchen, anstatt ihn immer nur auf Abstand zu sehen, und Eva soll ihn wieder in den Arm nehmen können. Und dann möchten wir mit Eva und ihrem kleinen Bruder irgendwohin fahren, wo es schön ist.“

 

Dies ist bereits das zweite Porträt von Annelise Hartman Eskesen, das Rasmus Weng Karlsen für H&M Magazine erstellt hat. Lass dich auch von ihrem ersten Beitrag vom März 2019 inspirieren.

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