Demnächst erhältlich: TOGA ARCHIVES x H&M

Demnächst erhältlich: TOGA ARCHIVES x H&M

Dieses japanische Label wird deinen Blick auf deine Garderobe verändern.

Sie hat moderne Klassiker dekonstruiert und traditionelle japanische Mode mit Pariser Eleganz und Londoner Punk gekreuzt. Yasuko Furutas Label TOGA kommt mit einzigartigen Schnitten daher und bietet Designs jenseits der Kategorien männlich und weiblich. Mit seiner neugierigen Sinnlichkeit und experimentellen Neuinterpretationen klassischer Alltagsstücke hat sich das Label weltweite Anerkennung und eine treue Fangemeinde verschafft.

In einem inspirierenden Video-Interview mit Yasuko durften wir mehr über ihre Welt erfahren.

DU SCHEINST EIN SEHR KÜNSTLERISCH VERANLAGTER MENSCH ZU SEIN. WIESO FASHION?
„Durch Mode lassen sich persönliche Interessen viel schneller zum Ausdruck bringen, noch bevor man sich über ein bestimmtes Kunstwerk, eine Musikrichtung oder Bücher unterhalten kann, die man mag. Deshalb interessiert mich Fashion mehr als andere Kunstformen. Außerdem finde ich, dass Kleidung ein Ausdruck für das eigene Leben sein kann.“

Yasuko Furuta ist in Gifu, einer kleinen Stadt zwischen Tokyo und Kyoto, geboren. Im Alter von acht erhielt sie von ihrer Mutter einmal anerkennende Worte für das Outfit, das sie sich für den Tag zusammengestellt hatte, und seither interessiert Yasuko sich für Fashion. Mit der Zeit wurde dieses Interesse zur Berufung. Doch erst als sie Tokyo verließ und zum Studieren nach Paris ging, wurde ihr klar, was sie der Modewelt beizutragen hatte.

„Als ich an die ESMOD (École Supérieure des Arts et Techniques de la Mode) in Paris kam, eröffnete sich mir eine völlig neue Welt, die ganz anders war als alles, was ich aus Japan gewohnt war. Und zum ersten Mal in meinem Leben, fühlte ich mich plötzlich sehr japanisch. Dadurch dachte ich darüber nach, was ich der Welt als Japanerin präsentieren wollte, und das war mir einfach gar nicht so bewusst gewesen, bevor ich nach Europa kam.“

Yasuko war von Vivienne Westwood und Miuccia Prada inspiriert, „Frauen, deren Arbeiten ein markantes Konzept und einen starken Ausdruck verkörpern.“ Wie andere Größen der japanischen Fashionszene, beispielsweise Yohji Yamamoto und Rei Kawakubo, experimentierte Yasuko mit avantgardistischen Designs und vertrat geradezu philosophische Ansichten zum Wesen eines Kleidungsstücks. Sie kehrte nach Japan zurück und gründete 1997 TOGA. Damals hatte sie noch keine bestimmte Vision für das Label, nur den starken Wunsch, eigene Kleidung zu kreieren.

Für mich war Fashion nicht in erster Linie als von Trends geleitete, technische Kunstfertigkeit interessant, sondern als Ausdruck von Ideen


Yasuko Furuta

WIESO HEISST DEIN LABEL TOGA?
„Auf den Namen bin ich zusammen mit einem Freund gekommen. Die Toga ist ein Element heiliger, traditionell japanischer Kleidung. Die Idee, etwas Neues und Traditionelles zugleich ins Leben zu rufen, brachte mich darauf.“

WIE WÜRDEST DU TOGA HEUTE BESCHREIBEN?
„TOGA steht für viel Neugier und Offenheit Veränderungen gegenüber und soll andere dazu anregen, sich auf die eigenen Werte zu besinnen und sie (neu) zu definieren. Meine Hoffnung ist, dass die Menschen etwas damit anfangen können und einen neuen Sinn in der Mode finden. Das ist der Hintergrund für meine Designs.“

Diese Visionen und Werte kommen in Yasukos Mode deutlich zum Ausdruck. Smarte Ausschnitte, originelle Kombinationen und Texturkontraste kennzeichnen Furutas avantgardistisches Label – ein Label, zu dessen wichtigsten Werten Freiheit, Unabhängigkeit und ein geschlechterneutraler Ansatz gehören.

BEI DIESER KAMPAGNE HABEN WIR BESONDEREN WERT AUF GESCHLECHTERNEUTRALE MODE GELEGT. WIE WÜRDEST DU DIESE ART VON MODE DEFINIEREN UND WIESO IST SIE DIR WICHTIG?
„Die Modebranche basiert auf einem ziemlich schnell getakteten und anspruchsvollen Kalender – das klingt zwar erst mal negativ, aber dadurch können wir soziale Bedürfnisse sehr schnell einfangen und sichtbar machen. Deshalb glaube ich, dass Fashion zu jeder Zeit eine Art Zukunftsprojektion sein kann, das ist sie jedenfalls definitiv, seit die Diskrimination aufgrund von Geschlecht, sexueller Orientierung und Herkunft in den letzten Jahren so ein dringliches Problem geworden ist. Probleme gab es schon immer, aber dieses Thema gewinnt zunehmend an Wichtigkeit. Ich bin seit jeher gegen jegliche Form von Diskriminierung und versuche, Ansichten zu verbreiten, die traditionell als Minoritätsmeinungen gelten. Ich habe mich schon immer für die Aufhebung von Grenzen eingesetzt.“

Die „TOGA ARCHIVES x H&M“-Kollektion umfasst eine Damen- und eine Herrenlinie (nur in Hinblick auf Größe und Körperform), aber in beiden Fällen zielt das Design darauf ab, mit Geschlechterkonventionen zu brechen. Von langen Trenchcoats und Wollblazern mit Gürtel bis hin zu Ohrringen aus recyceltem Zink und schwarzen Gürteln.

„Die Designs sind so konzipiert, dass sie nicht durch ein Geschlecht, sondern durch Situationen bestimmt sind. Meine Idealvorstellung ist eine Gesellschaft, in der die Menschen einfach tragen, wonach ihnen gerade der Sinn steht. Seit Jahren lasse ich meine Damenkleidung schon von Models präsentieren, die sich als Männer bezeichnen, und umgekehrt, das ist also genau durchdacht von uns.“

WEN WÜRDEST DU AM LIEBSTEN IN DEN STÜCKEN DIESER H&M-KOLLEKTION SEHEN? 
„Mein Ziel war schon immer, dass man die eigene Garderobe durch das Hinzufügen eines TOGA-Stücks zum Positiven hin verändern kann. Ich hoffe, dass die Kooperation mit H&M nun noch mehr Menschen eine solche Transformation ermöglicht.“

TOGA ARCHIVES x H&M ist ab dem 2. September weltweit in ausgewählten Geschäften und online erhältlich. Nicht verpassen: Unter dem Hashtag #TOGA_ARCHIVESxHM gibt es fortlaufend neue Updates auf Instagram und Twitter.

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