Damenmodel in blau gestreiftem Hemd und Hose mit einem Tuch um die Taille. Gebäude am Barbican in London. Herrenmodel in blauem Hemd und Bomberjacke mit Vintage-Halstuch-Print.

Unter die Lupe genommen: TOGA ARCHIVES x H&M

Das ist die erste (und extravaganteste) Designer-Kollektion diesen Herbst.

Das Warten hat ein Ende. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zum Launch von TOGA ARCHIVES x H&M. Was kommt da auf uns zu? Man stelle sich ein typisches Alltags-Outfit vor und kombiniere es mit einem unkonventionellen Materialmix, betörenden Perlen an Stellen, wo sie „nicht hingehören“, und Ausschnitten genau dort, wo man selbst etwas mehr Haut zeigen möchte. Das mag extrem klingen, aber es hat durchaus seinen Reiz. Hat man erst einmal die Wandlungsfähigkeit entdeckt, mit der sich jedes Kleidungsstück in die verschiedensten Situationen einfügt, erkennt man, wie ausgeklügelt das Design ist.

NACH WELCHEN KRITERIEN WURDE DIE AUSWAHL FÜR DIE H&M-KOLLABORATION GETROFFEN?
„Ich habe mich auf Stücke konzentriert, die im Alltag weit verbreitet sind, zum Beispiel den Anzug. An solchen Klassikern wollte ich dann eine neue Perspektive ausprobieren. Blickwinkel, aus denen man ganz alltägliche Artikel neu betrachten kann.“

Das zugrundeliegende Konzept ist geschlechtsneutral, doch wegen der Unterschiede in Hinblick auf Größe und Körperform ist die Kollektion in Herren- und Damenmode unterteilt.

Das Damenmodesegment umfasst einen Trenchcoat aus Wolltwill, dessen Silhouette sich leicht mithilfe eines Gürtels auf der Innenseite abwandeln lässt, und einen weiten grauen Blazer, der mit seinen aus der Brusttasche hervorquellenden goldfarbenen Stiftperlen den Montagmorgen im Büro definitiv aufpeppt. Außerdem gehören dazu eine ausgeschnittene Tunika, silberne paillettenbesetzte Leggings, eine enge Hose im Vichy-Look und ein Kleid mit Marmor-Print, Ausschnitten und Verzierungen. Umwerfende Styles, die uns die Sprache verschlagen.

Im Herrenmodesegment finden wir Klassiker wie den Pullover mit V-Ausschnitt (nur transparent), ein Sweatshirt (mit Lochausschnitt), eine Bomberjacke mit Vintage-Halstuch-Print (sowie olivgrünem Funktionsmaterial, zu einer Tragetasche umwandelbar) und Budapester-Boots. Ausgefallene Details, die sich sehen lassen können.

„Das Öffnen und Aufbrechen klassischer Modeartikel hat mich interessiert, aber ich wollte mich dem nicht aus einer Punk-Richtung nähern. Hinter den TOGA-Stücken steckt die Idee, dass alle selbst entscheiden sollen, wie viel sie vom eigenen Körper preisgeben möchten. So kann man beispielsweise nackte Haut durch einen Lochausschnitt hervorblitzen lassen oder einfach noch etwas darunterziehen.“

Wie viel Haut wir zeigen, soll unsere eigene Sache sein, und dabei geht es nicht darum, irgendwelche Erwartungen zu erfüllen, sondern nur darum, worin wir uns am wohlsten fühlen.


Yasuko Furuta, Gründerin und Designerin von TOGA

WAS IST DEIN LIEBLINGSSTÜCK AUS DER KOLLEKTION?
„Der schwarz-weiß-karierte Rock mit dem Lochausschnitt! Dieses Motiv zieht sich seit Jahren durch meine Arbeit, und wenn es nun von einer breiteren Zielgruppe rund um den Globus angenommen würde, dann wäre das einfach großartig. Ich möchte Frauen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, wie viel sie von ihrem Körper preisgeben möchten. Der Lochausschnitt in diesem Rock ist Teil dieser Mission. Wie viel Haut wir zeigen, soll unsere eigene Sache sein, und dabei geht es nicht darum, irgendwelche Erwartungen zu erfüllen, sondern nur darum, worin wir uns am wohlsten fühlen.“

Ein wichtiger Aspekt bei TOGA ist die Langlebigkeit der Kleidungsstücke – das gilt fürs Design genauso wie für die Materialien. Bei der Herstellung dieser einzigartigen Looks kamen der Responsible Wool Standard (RWS), recyceltes Polyester und Naia™ Renew (eine Acetatfaser aus 60% nachhaltig bezogenem Zellstoff und 40% zertifiziertem recyceltem Kunststoff) zum Einsatz. Zudem sind die Broschen und Ohrringe allesamt aus recyceltem Zink gefertigt.

WAS DENKST DU ÜBER NACHHALTIGERE MODE?
„Ich finde, das Kreieren möglichst langlebiger Kleidung, die gern mehr als nur eine Saison getragen wird, gehört zu meinen wichtigsten Aufgaben bei TOGA. Vor dem TOGA-Shop bieten wir auch Vintage-Kleidung an. In meiner Vorstellung sind TOGA-Stücke die Vintage-Mode der Zukunft. Kleidung, die als einzigartig empfunden wird und über die man sich fragt: ‚Warum haben die das damals so gemacht?‘“

TOGA ARCHIVES x H&M ist ab dem 2. September weltweit in ausgewählten Geschäften und auf hm.com erhältlich. Teilt euren Look unter dem Hashtag #TOGA_ARCHIVESxHM auf Instagram und Twitter und werdet mit etwas Glück Teil der Präsentation.

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