NACHHALTIGKEIT

 

FAQ

Worin besteht die ökologische und soziale Verantwortung von H&M?

Bei H&M verstehen wir Nachhaltigkeit als Aufruf zum Handeln. Wir sprechen nicht nur darüber, wir tun auch etwas dafür. Das ist ein laufender Prozess mit einem klaren Ziel: die ständige Verbesserung. Auf diesem Weg sind Entschlossenheit, Leidenschaft und Teamwork gefragt.

Unsere Vision ist ein wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltiger Betrieb in allen Bereichen. Wenn wir diese Vision umsetzen, können wir mit weniger Ressourcen geschäftlich erfolgreich sein. Und an den Orten, an denen wir tätig sind, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen und zur Stärkung ihres Umfelds beitragen. Wir beteiligen uns an mehreren Projekten und Initiativen, die sich mit ökologischen und sozialen Fragen befassen. Weitere Informationen findest du unter hm.com/conscious

Es gibt viel zu viele Textilabfälle – deshalb sammelt H&M gebrauchte Kleider

Wirf alte oder nicht mehr gebrauchte Kleidungsstücke nicht weg. Gib sie in einem H&M-Store ab. Wir verhelfen ihnen zu einem neuen Leben. Zusammen mit I:collect haben wir wohl das weltweit grösste Rücknahmesystem für gebrauchte Kleidung geschaffen. Kurzfristig wollen wir verhindern, dass Textilien auf der Mülldeponie landen. Langfristig soll der Textilkreislauf geschlossen werden. Anfang 2014 machten wir den ersten grossen Schritt in dieser Mission, als wir mit der Produktion der ersten Artikel aus mindestens 20 % Recyclingmaterial aus Kleidersammlungen begannen. Hier erfährst du mehr:

Was verstehen wir unter Kleidersammlung?

Mit geringer Umweltbelastung hergestellte Kleidung zu günstigen Preisen – ist das möglich?

Das Geschäftskonzept von H&M ist, Mode und Qualität zum besten Preis anzubieten. Damit dies nicht auf Kosten der Nachhaltigkeit geht, kaufen wir direkt bei den Herstellern ein und setzen auf eine effiziente Logistik und eigene Lager. Wir arbeiten in jeder Phase kostenbewusst und wissen, dass der Transport per Bahn oder Schiff nicht nur billiger ist als der Lufttransport, sondern auch weniger CO2-Emissionen verursacht.

Wir unterstützen unsere Lieferanten nach besten Kräften dabei, bei der Produktion besondere Rücksicht auf ihre Mitarbeiter, unsere Kunden und die Umwelt zu nehmen. Alle Hersteller, die Nassverfahren wie Färben und Waschen anwenden, sind zur Abwasserbehandlung verpflichtet. Die Abwasserqualität unserer Versorgungskette muss die Qualitätsstandards der Business for Social Responsibility (BSR) Water Group oder geltende Gesetze vor Ort erfüllen, je nachdem, welche strenger sind. Diese Anforderungen sind Bestandteil unseres Lieferanten-Audit-Programms.

Darüber hinaus begrenzen wir den Einsatz gefährlicher Chemikalien durch unsere Beschränkungsliste, zu deren Einhaltung alle Lieferanten vertraglich verpflichtet sind. Unsere Liste mit den Substanzen, für die eine Beschränkung gilt, wird seit 1995 regelmässig aktualisiert, zuletzt im Jahr 2013. 2013 haben wir auch unsere ersten sogenannten Positivlisten eingeführt. Ihr können unsere Lieferanten entnehmen, welche chemischen Produkte nach unseren Vorgaben zulässig sind.

Weil Nachhaltigkeit bei uns grossgeschrieben wird, sehen wir keinen Interessenkonflikt zwischen günstigen Preisen und geringer Umweltbelastung.

Wie schliessen Sie Kinderarbeit in der Produktion Ihrer Kleidung aus?

Die Auditoren von H&M führen regelmässig angekündigte und nicht angekündigte Prüfungen durch, die sicherstellen, dass keine Minderjährigen in den Fabriken arbeiten. Kinderarbeit ist in der Bekleidungsexportindustrie sehr selten. Wird wider Erwarten bei einem Lieferanten Kinderarbeit aufgedeckt, zieht H&M den Hersteller zur Verantwortung. Gemeinsam mit H&M und der Familie wird eine Lösung im Interesse der betroffenen Kinder gesucht. Es wird untersucht, wie die Situation im Interesse der Kinder am besten gelöst werden kann.

Häufig besteht die Lösung darin, dass der Hersteller die Ausbildung der Kinder mitfinanziert und die Familien für das ausbleibende Einkommen entschädigt. Wenn H&M bei einem Hersteller oder dessen Zulieferern wiederholte Verstösse gegen das Verbot von Kinderarbeit feststellt, wird der Vertrag aufgelöst.

Wir arbeiten seit 2004 mit der UNICEF zusammen, um die Rechte der ärmsten Kinder der Welt zu schützen. Heute erreichen wir im Rahmen von zwei Projekten in Indien und Bangladesch mit dem Namen All for Children mehr als 2 Millionen Kinder und die Erwachsenen in ihrem Umfeld. Die H&M Conscious Foundation hat das Projekt Ende 2014 übernommen und wird es zusammen mit der UNICEF bis 2018 weiter unterstützen.

Werden Kosmetikprodukte von H&M an Tieren getestet?

Wir führen keine Tierversuche durch, weder in der Herstellung noch mit Fertigprodukten.

Wie können Sie garantieren, dass Ihre Produkte aus Merinowolle ohne Mulesing hergestellt werden?

Tierschutz ist uns ein wichtiges Anliegen. Tierquälerei darf nicht toleriert werden. H&M ist gegen das Mulesing und kauft Merinowolle nur bei Lieferanten ein, die garantiert auf Mulesing verzichten.

Welche Richtlinien hat H&M für Pelz- und Lederprodukte?

H&M verkauft keinen echten Pelz. H&M verkauft nur Leder von Schafen, Schweinen, Ziegen und Rindern, die nicht wegen des Leders, sondern für die Fleischproduktion gezüchtet werden. Anderes Leder ist in den Produkten von H&M nicht erlaubt.

Wie kann ich feststellen, wo ein Kleidungsstück von H&M hergestellt wurde?

Bei allen Produkten im Sortiment von H&M ist das Herstellungsland auf der Etikette angegeben.

Wie stellt H&M sicher, dass die Produkte keine schädlichen Chemikalien enthalten?

Die Gesundheit und Sicherheit unserer Kunden hat für uns selbstverständlich höchste Priorität. Deshalb setzen wir uns aktiv dafür ein, den Einsatz von Chemikalien einzuschränken. Unsere Einschränkungen zählen zu den strengsten in der Branche und gehen häufig über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Alle Hersteller von Produkten für H&M sind vertraglich zur Einhaltung der Beschränkungsliste verpflichtet.

Wir handeln nach dem Vorsorgeprinzip. Das heisst, dass wir die Verwendung von Chemikalien proaktiv auch dann einschränken, wenn wissenschaftlich nicht eindeutig bewiesen ist, dass sie eine Gefahr für den Menschen darstellen. Wir testen unsere Produkte regelmässig – entweder selbst oder durch Drittanbieter – um sicherzustellen, dass sie keine schädlichen Chemikalien enthalten. 2013 hat H&M perfluorierte Chemikalien (PFC) für seine Produkte verboten. Wir sind auch Mitglied der Organisation „Roadmap to Zero“, die das Ziel hat, den Ausstoss gefährlicher Chemikalien auf null zu senken.

Warum sind die Löhne in den Fabriken so tief?

Es stimmt, dass die Löhne in vielen Produktionsländern zu tief sind. Unsere Vision war schon immer klar: Wir wollen dafür sorgen, dass alle Textilarbeiter von ihrem Lohn leben können. Das steht auch in unserem Verhaltenskodex.

Im November 2013 haben wir eine neue Roadmap entwickelt, die unsere Vision widerspiegelt: Alle unsere Lieferanten sollen faire Löhne zahlen, die die Grundbedürfnisse der Arbeitnehmer decken. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Beschaffungspraktiken von H&M. Eine weitere Komponente ist eine gut ausgebildete Belegschaft, deren Löhne zusammen mit demokratisch gewählten Gewerkschafts- oder anderen Arbeitnehmervertretern verhandelt und jährlich geprüft werden. Durch diese Roadmap geben wir den Arbeitskräften ein Instrument in die Hand, mit dem sie ihre Löhne selbst verhandeln können, und wir unterstützen diesen Prozess.

Es sei daran erinnert, dass H&M die Fabriken, in denen unsere Produkte hergestellt werden, weder besitzt noch führt. Die Löhne für Fabrikarbeiter werden also nicht von uns festgelegt oder bezahlt. Trotzdem tragen wir eine grosse Verantwortung und tun alles, um in den Produktionsländern höhere Löhne durchzusetzen. Mit unserer ganzheitlichen Lohnstrategie wollen wir zu einer langfristigen positiven Entwicklung und höheren Löhnen für die Textilarbeiterinnen und -arbeiter beitragen.

Wie kontrolliert H&M, dass die Lieferanten den Verhaltenskodex einhalten?

Wir beschäftigen Vollzeit-Auditoren, deren Aufgabe darin besteht, die Einhaltung unseres Verhaltenskodex zu überprüfen. Bei den Audits prüfen sie anhand einer Liste mehr als 300 Punkte zu den Arbeitsbedingungen, der Arbeitsumgebung etc. Nach jeder Prüfung fassen wir die Ergebnisse in einem Bericht zusammen, der die Bereiche aufzeigt, die verbessert werden müssen. Dem Lieferanten wird ein Termin gesetzt, bis zu dem er einen Massnahmenplan einreichen muss. Anschliessend besuchen die Auditoren die Fabriken, um zu prüfen, ob die Massnahmen auch umgesetzt wurden. H&M unterstützt die Verbesserungsarbeit der Lieferanten auch durch Schulungen und Projekte verschiedenster Art. Hier erfahren Sie mehr über unsere Prüfung der Einhaltung des Verhaltenskodex.

Warum hat H&M eigene Auditoren?

Dadurch, dass wir die Audits selbst durchführen, können wir uns ein umfassendes Bild davon machen, inwieweit unsere Lieferanten unsere sozialen und ökologischen Vorgaben einhalten. Darüber hinaus hat die Integration unserer unternehmerischen Verantwortung in den tagtäglichen Betrieb für H&M hohe Priorität. Bei der Auswahl von Lieferanten werden diese von unseren Auditoren gründlich geprüft. Die Auditoren treffen die endgültige Entscheidung, ob ein Lieferant oder eine Fabrik unsere Mindestanforderungen erfüllt.

Wir können einer Fabrik nur mit Genehmigung unserer Auditoren Aufträge erteilen. Alle Fabriken, die diese erste Prüfung bestehen, unterliegen unserem „Full Audit Programme“ (FAP). Im Rahmen des FAP überwachen wir laufend den Fortschritt der einzelnen Fabriken und arbeiten daran, eventuelle Nichteinhaltungen unserer Standards zu beheben. Wird eine Nichteinhaltung festgestellt, muss der Lieferant einen Massnahmenplan vorlegen, dessen Umsetzung von uns geprüft wird. Bei Bedarf unterstützen wir den Betrieb bei der Umsetzung dieses Plans.

Zusätzliche unabhängige Kontrollprüfungen werden von der Fair Labor Association (FLA) durchgeführt, die die Qualität unserer Auditprogramme sicherstellt und uns bei der Verbesserung unserer Prüfmethoden unterstützt. Das ist insofern wichtig, da wir die Ursachen von Nichteinhaltungen auf transparente, vertrauenswürdige und nachhaltige Weise bekämpfen wollen. Zusätzlich ist die Mitgliedschaft bei der FLA eine gute Gelegenheit zur Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und den FLA-Partnerorganisationen, wenn es darum geht, die Arbeitsstandards in unserer Lieferkette zu verbessern.

Was unternimmt H&M für mehr Nachhaltigkeit in der Baumwollproduktion?

H&M setzt sich für die ständige Verbesserung der Bedingungen beim Baumwollanbau ein. Dazu gehört unser aktives Engagement in der Better Cotton Initiative (BCI), wo wir im Führungskomitee vertreten sind. Das Ziel dieser Initiative ist es, auf der ganzen Welt Millionen von Farmern zu helfen, Baumwolle auf nachhaltige Weise anzubauen, sowohl für die Landwirtschaft als auch für die Umwelt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter BCI.

H&M bietet auch Kleider aus Biobaumwolle an. Die Baumwolle in diesen Kleidungsstücken stammt zu 100 % aus ökologischem Anbau und ist von unabhängigen Organisationen wie Control Union oder IMO zertifiziert. Ein Teil unserer Kinder- und Babykleidung besteht ebenfalls aus Biobaumwolle. Wir sagen den Baumwollfarmern, dass eine Nachfrage nach Biobaumwolle besteht, und ermutigen sie zur Umstellung von konventioneller auf biologische Produktion. H&M ist heute einer der grössten Nutzer von Biobaumwolle weltweit.Hier erfahren Sie mehr über die Zertifizierung von Biobaumwolle.