Das ist Looop – die Maschine, die aus alt neu macht | H&M

Aus alt mach neu – mit Looop

Eine Stockholmer H&M-Filiale verfügt jetzt als erster Laden überhaupt über ein eigenes Recycling-System. Hier die Infos dazu.

Um dem Klimawandel zu begegnen, müssen Änderungen in der Modewelt herbei. Ein möglicher Ansatz sind zirkuläre Lösungen. Wenn wir zum Beispiel zur Herstellung eines Baumwollhemdes ein recyceltes verwenden, braucht nicht so viel Baumwolle angebaut werden. Wir nehmen einfach, was schon da ist. Das ist zirkuläre Mode. Und genau darum geht es bei Looop.

Looop ist das erste Recycling-System, das alte Kleidung vor Ort im Laden in neue verwandeln kann. In nur acht Schritten zerkleinert die Maschine den eingespeisten Stoff und strickt aus den alten Fasern ein neues Kleidungsstück. Ganz ohne Wasserverbrauch oder schädliches Färben. Das Einzige, was hinzugefügt wird, ist ein bisschen nachhaltig bezogenes Material zur Stärkung des Fadens. Das ist notwendig, da die Fasern des alten Kleidungsstücks durch das maschinelle Zerkleinern verkürzt werden. Und wir wollen natürlich, dass ihr an den neuen Stücken möglichst lange Freude habt. 

Entwickelt wurde Looop von The Hong Kong Research Institute of Textiles and Apparel (HKRITA) in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen H&M Foundation. Vorläufig ist Looop die einzige Maschine ihrer Art, aber das HKRITA wird die Technologie weitläufig lizensieren, um der gesamten Branche zu mehr Zirkularität zu verhelfen. Das ist ein wichtiger Schritt, denn um wirklich etwas zu verändern, müssen alle Modelabel Zugang zu Technologien wie Looop haben. 

Doch Looop ist nicht nur ein Blick in die Zukunft der Mode. Das System dient auch als Erinnerung daran, dass Kleidung eine Ressource darstellt. Kein Stück ist zu zerschlissen oder zerlöchert, um recycelt zu werden – und Kleidungsstücke sollten niemals im Müll landen. Für einen geschlossenen Modekreislauf ist Recycling superwichtig. Denn nur wenn die alte Kleidung wieder ins System gegeben wird, kann daraus neue gemacht werden.

H&M betreibt seit 2013 ein internationales Textilsammelprogramm. In jeder unserer Filialen könnt ihr Kleidung oder Textilien recyceln, ganz egal, woher sie stammen. Mit Looop gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter. Das ist der Anfang einer echten Recycling-Revolution, und wir hoffen, ihr macht mit.

Looop steht in der Drottninggatan 56 in Stockholm, Schweden. Vorbeikommen geht nicht? Auf Twitter könnt ihr unter @looop mehr über die Recycling-Revolution erfahren. 

Ein kurzer Überblick über die acht Schritte, die aus alter Kleidung neue machen:

1. Reinigung
Als Erstes wird das alte Kleidungsstück mit Ozon eingesprüht, um sämtliche Mikroorganismen zu entfernen.

2. Zerkleinerung
Danach wird die Kleidung zu kleinen Faserflocken geschreddert.

3. Filterung
Als Nächstes werden die Faserflocken gefiltert, um Schmutz zu entfernen, und zur Stärkung der Fasern wird zusätzlich neues Material hinzugegeben.

4. Kardierung
Der saubere Faser-Mix wird zu einem sogenannten Vlies geglättet, das dann zu Vliesstreifen verzogen wird.

5. Strecken
Nun werden mehrere Faserbänder zu noch festeren, dickeren Bändern kombiniert.

6. Spinnen
Die dicken Faserbänder werden anschließend zu einem einzigen Faden versponnen.

7. Zwirnen
Als Nächstes werden jeweils zwei solcher Fäden zu einem stärkeren Faden zusammengedreht.

8. Stricken
Aus dem fertigen Garn wird nun ein neues Kleidungsstück gestrickt.

 

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